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Eigenes Trauma und Neurofeedback

Mein eigenes Trauma, an welches ich keine konkrete Erinnerung hatte, drückte mir in meiner Seele. Eine Therapeutin kam der Tatsache auf die Spur, dass da etwas gewesen sein muss. Mit zunehmenden Alter fühlte ich immer deutlicher, dass es etwas zu bearbeiten gab.
Nach verschiedenen Versuchen psychotherapeutisch dieses schwer greifbare Trauma überwinden zu können, musste ich einsehen, dass es auf diesem Weg keine „Er“-Lösung für mich gab.
Auf der Suche nach Heilung erfüllte ich mir vor einigen Jahren den Wunsch selbst die Prüfung als „Heilpraktikerin für Psychotherapie“ im Gesundheitsamt Bayreuth abzulegen.

Vor Allem für mein Eigenes Trauma machte ich mich auf die Suche nach einer Lösung.
Aus diesem Grund begann ich direkt nach erfolgreicher Prüfung eine Fortbildung an der Archemedica in Berlin in Traumatherapie und lernte dort Methoden wie eine Posttraumatische Belastungsstörung oder noch schwierigere Trauma-Folgestörungen behandelt werden können.
Im Rahmen dieser stetig am neuestenStand der Trauma-Forschungen ausgerichteten Ausbildung, begegnete mir unter vielen Möglichkeiten das „Neuro-Feedback“.

Das hörte sich für mich vielversprechend an.

Da mich 2018 ein Projekt nach Stuttgart führte, hatte ich das Glück eine wunderbare Neurofeedback-Therapeutin zu finden, die sich selbst seit mehr als 20 Jahren mit Neurofeedback (damals noch in den Anfangsjahren) beschäftigte. Innerhalb von 18 Neurofeedback-Stunden war ich mein Trauma los. Ich spürte es sofort. In einigen Träumen begegneten mir während der Behandlungsdauer dem Trauma ähnliche Situationen. Sonst gab es keinerlei unangenehme Begleiterscheinungen. Auch dass es vorbei war – als ich da durch war – träumte ich klar.
Nach 55 Jahren ich konnte es kaum glauben, war das Trauma und damit der Druck, die Unruhe, das Suchen etc. weg.
DAS – diese Erfahrung – wollte und musste ich weitergeben. Diese wunderbare aber machtvolle Methode möchte ich anderen Menschen verfügbar machen.

So machte ich eine Ausbildung als Neurofeedback-Therapeutin nach der Othmer-Methode. Othmer der „Mercedes“ unter den Neurofeedback-Anlagen wird gesagt. Genau das ist das richtige.
Danach kaufte ich mir die teure Anlage, die Software und machte noch die Fortgeschrittenen-Ausbildung.

So wurde ich Neurofeedback-Therapeutin.
Bislang sind mir so viele positive Entwicklungen bei meinen Klienten begegnet, was meinen Entschluss bestätigt.
Ich bin einfach fasziniert von dieser Methode.

Neurofeedback und Migräne

Je nach Form der Kopfschmerzen ob einseitig wie Migräne oder Spannungskopfschmerzen, bei denen die Ursache z. B. eine fortdauernde körperliche Anspannung sein kann, muss auch die Neurofeedback-Therapie passend gewählt werden.
Migräne tritt häufig im Zusammenhang mit Änderungen der Umstände auf. Nach einer anstrengenden Arbeitswoche, freut man sich auf die Ruhe am Wochenende, doch startet dieses dann nicht selten mit einem Migränezustand (Änderung von aktiv nach passiv). Weitere Umstands-Änderungen sind Wetterumschwung, anderer Koffeinkonsum (es wird beispielsweise weniger Kaffee getrunken als an den Vortagen) oder Änderungen im Schlaf-Rythmus (Ausschlafen statt früh aufstehen).
Unser Gehirn kann die benötigte Anpassung nicht so schnell bereitstellen wie es erforderlich wäre und reagiert mit Instabilitäten wie Migräne. Die Anwendung von Neurofeedback bei diesen „Instabilitäten“ soll erreichen, dass unser Gehirn trotz Änderung der Umstände die Anpassung schnell und schmerzfrei erreichen kann.
Dafür sollte ein Neurofeedback-Training geplant werden. Hier bedeutet Training das Wiederholen einer Elektrodenplazierung, bei welcher das Gehirn lernt sich selbst zu stabilisieren.
Genau wie bei Training im Fitness-Studio benötigt das Gehirn eine Reihe von Wiederholungen. Empfohlen wird eine Serie von wenigstens 20 Sitzungen in manchen Fällen sind sogar 40 – 50 Sitzungen erforderlich. Doch bereits nach den ersten Sitzungen kann Verbesserung erreicht werden. Durch Neurofeedback gewinnt es dann seine Flexibilität bekannt unter dem Begriff „Neuroplastizität“ wieder. Das hilft ihm (völlig unabhängig vom Alter des Klienten) neue Strukturen aufzubauen, durch welche es selbst Regulation herstellen kann. Damit kann Migräne reduziert oder komplett beseitigt werden.

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